Wie Papst Franziskus Politik macht

608029_gWie kein anderer Papst vor ihm, hat Papst Franziskus zur Pariser Klimakonferenz auf der Grundlage der ökologisch-sozialen Enzyklika alle politischen Register gezogen. Deshalb ist die Enzyklika nicht nur ein soziales Rundschreiben, sondern auch ein politisches Manifest.

Michael Schäfers, Leiter des Grundsatzreferats der KAB Deutschland, will über die kritische Auseinandersetzung mit „Laudato si’“ verdeutlichen, wie der Papst Politik macht und Gesellschaft gestalten will. Dem Papst gehe es um eine „Politik von unten“ (S. 37) als Hoffnung auf soziale Bewegungen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind (S. 54-56). Obwohl es sich hierbei um einen „Meilenstein der Entwicklung“ der Sozialverkündigung der Kirche handle, sei eine Ethik der sozialen Bewegungen im katholischen Bereich bisher eher eine Randerscheinung. Es „fehlt eine strukturelle und organisatorische Plattform, die einen systematischen Dialogprozess mit allen Menschen guten Willens auch weltkirchliche Konturen gibt“ (S. 116).

Nähere Informationen auf der Verlagsseite.

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Burg Rothenfels: Laudato si‘ – Lob der Schöpfung

RothenfelsEinen besonderen Zugang zu Laudato si‘ bietet das unterfränkische Bildungshaus Burg Rothenfels vom 7. bis 9. Juli unter der Titel „Laudato si‘ – Lob der Schöpfung. Singen – Hören – Verstehen“ an. Das Ansinnen der Bewahrung der Schöpfung und eine ökologische Spiritualität sollen explizit verbunden werden mit dem Lob der Schöpfung, wie es im Singen und Hören geschieht.

Entsprechend lebt die Tagung auch von verschiedenen sich gegenseitig inspirierenden Zugängen zum Thema: Dem Singen von Chorstücken aus verschiedenen Epochen, dem Hören und der Hinführung zu weiteren musikalischen Werken sowie Theologische Betrachtungen zum Lob der Schöpfung in der jüdisch-christlichen Überlieferung und zur Bewahrung der Schöpfung als drängender Herausforderung der Gegenwart.

Informationen zu Programm und Referentinnen finden sich im Flyer.

 

Wissenschaftler antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus

George-2642-v04-neu.inddDer Organisationswissenschaftler Wolfgang George hat für sein Buch „Laudato si‘. Wissenschaftler antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus, Gießen 2017“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen sowie ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von NGOs gewinnen können, um die Enzyklika Laudato si‘ und in ihr zentral angesprochene Themen wie Umwelt und Klima, Technik und Ökonomie, Konsum und Gesellschaft sowie Kultur und Psychologie aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und die vom Papst angestoßene Diskussion differenziert weiterzuführen.Sie stellen dabei die Argumente, Analysen und Schlussfolgerungen des Papstes auf den Prüfstand und eröffnen den Diskurs in der jeweiligen Fachdisziplin. Damit folgen sie dem Aufruf des Papstes, der in seiner Enzyklika zu Diskussion und Handlung aufruft, und zwar über die katholische Welt hinaus.

Mit Beiträgen von Christoph Bals, Uwe Battenberg, Manfred Becker, Wolfgang Beutin, Andreas Beyer, Hartmut Böhme, Martina Eick, Wolfgang George, Armin Grunwald, Ulf Hahne, Thomas Hauf, Hans Peter Klein, Dietmar Kress, Claude-Hélène Mayer, Anja Mertineit, Elmar Nass, Michael Opielka, Fritz Reheis, Peter Rödler, Christine Rösch, Johannes Schmidt, Andreas Suchanek, Georg Toepfer, Martin Visbeck, Yvonne Zwick und einem Geleitwort von Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Nähere Informationen sowie das Inhaltsverzeichnis finden sich auf der Verlagsseite.

KAB: Lesehilfe und Arbeitshilfe

logo_kabDer KAB Diözesanverband München und Freising hat eine Lesehilfe zu Laudato si‘ herausgegeben. Zu zentralen Themen der Enzyklika wurde eine umfangreiche und strukturierte Zitatesammlung zusammengestellt. Einen Schwerpunkt legt die KAB dabei auf die wirtschaftsethische Sicht unter dem Anspruch der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität.

Zugleich wurde begleitend zur Lesehilfe eine Arbeitshilfe erarbeitet. Sie enthält neben der dort zusammengestellten Aussagen von Papst Franziskus zu Ökologie und Gerechtigkeit Vorschläge zur thematischen Arbeit mit Gruppen, Impulsfragen, ergänzende Materialien und Gebete.

Naturparkbewegung: Laudato si‘ – franziskanische Spiritualität und politisches Statement

Der Artikel von Günther Boss, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Liechtenstein-Institut, kommentiert die Enzyklika für die Zeitschrift „Nationalpark“, einem Magazin der Nationalparkbewegung. Er betont insbesondere die lateinamerikanischen Hintergründe der Enzyklika, die eingeflossenen Erfahrungen Bischof Kräutlers aus dem Amazonasgebiet sowie die Vorstellung einer die ganze Schöpfung durchdringenden göttliche Kraft. Die franziskanische Schöpfungsspiritualität des Papstes verbinde sich mit einem starken politischen Impuls, der die ökologische Frage unmittelbar mit der sozialen Frage verbindet.