MISEREOR: Anstiftung zur Rettung der Welt

enzyklika-laudato-si-anstiftung-zur-rettung-der-weltDas Erscheinen der Enzyklika Laudato si‘ im Juni 2015 war kein Zufall, sondern hat bewusst ein politisches Momentum genutzt. Er präsentierte die Enzyklika vor wichtigen internationalen Weichenstellungen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass seine Botschaft nicht ungehört verhallte: Auf der G7-Tagung in Elmau/Deutschland Anfang Juni hatten die wichtigsten Industrieländer schon den langfristigen Kohleausstieg beschlossen. Im September hat die Weltgemeinschaft dann in New York mit der Agenda 2030 17 Nachhaltige Entwicklungsziele beschlossen, die erstmals für Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen gelten. Krönender Abschluss des „Entwicklungsjahres 2015“ war im Dezember 2015 in Paris die Verständigung auf ein neues internationales Abkommen zum Klimaschutz.

Mit Laudato si‘ geht es auch um eine Neupositionierung der Kirche in der Gesellschaft, in Distanz zu den aktuell bestimmenden wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen.

MISEREOR hat nun unter dem Titel „Anstiftung zur Rettung der Welt“ (PDF) ein Heft herausgebracht, in dem die Vorschläge von Papst Franziskus anhand der Themen Klima, Ernährung und Stadtentwicklung diskutiert und entfaltet werden.

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KLJB Bayern: „Ausgewachsen“

csm_150504_kljb_logo_ausgewachsen_rgb_cdf05fc537Die KLJB Bayern hat bereits im Jahr 2015 ein längerfristig angelegtes Projekt mit dem Titel „Ausgewachsen. Wie viel ist genug?“ gestartet. Auch wenn der Projektbeginn bereits vor dem Erscheinen von Laudato si‘ lag, ist das Projekt doch eng mit den Anliegen der Enzyklika verbunden.

Im Rahmen von „Ausgewachsen“ wird gefragt, welche Auswirkungen unsere auf Wachstum ausgerichteten Ziele in Wirtschaft und Gesellschaft für unseren Planeten, für unsere Gesellschaft und für uns haben. Auf der Grundlage des methodischen Dreischrittes Sehen – Urteilen – Handeln sollen gemeinsam Alternativen ausprobiert werden und vermittelt werden, welche positiven Erlebnisse gemeinsame Veränderungen bewirken können.

Zeitlich gliedert sich das Projekt in drei Phasen:

  • ab September 2015: Wie viel ist genug für die Erde?
  • ab Januar 2016: Wie viel ist genug für die Gemeinschaft?
  • ab Juni 2016: Wie viel ist genug für mich als Individuum?

Auf der Website des Projektes finden sich viele Aktionsideen und Methoden, die auch jenseits des Kampagnenzeitraums und außerhalb der Jugendarbeit sehr anregend sein können.

Naturparkbewegung: Laudato si‘ – franziskanische Spiritualität und politisches Statement

Der Artikel von Günther Boss, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Liechtenstein-Institut, kommentiert die Enzyklika für die Zeitschrift „Nationalpark“, einem Magazin der Nationalparkbewegung. Er betont insbesondere die lateinamerikanischen Hintergründe der Enzyklika, die eingeflossenen Erfahrungen Bischof Kräutlers aus dem Amazonasgebiet sowie die Vorstellung einer die ganze Schöpfung durchdringenden göttliche Kraft. Die franziskanische Schöpfungsspiritualität des Papstes verbinde sich mit einem starken politischen Impuls, der die ökologische Frage unmittelbar mit der sozialen Frage verbindet.

Umweltmanagement München und Freising: Umweltarbeit in der Praxis

Auf den Seiten des Umweltreferats der Erzdiözese München und Freising findet sich eine umfangreiche Zusammenstellung an Arbeitshilfen, Materialien und Links zur nachhaltigen Gestaltung vieler Praxisbereiche (Abfall, Büroausstattung, Energie, Umgang mit Geldanlagen, …) aber auch Hinweise zum Aufgreifen des Themas in Liturgie und Verkündigung.

Kunstpreis „Das gemeinsame Haus“

Die spanischsprachige katholische Mission München stellt ihren diesjährigen, zusammen mit dem spanischen Künstler Carmelo Oramas veranstalteten Kunstwettbewerb unter das Motto „Das gemeinsame Haus“ und will damit die Themen von Laudato si‘ aufgreifen.

Alle interessierten Künstler sind zu einer Teilnahme eingeladen. Die aufgenommenen Bilder werden vom 11. November bis 11. Dezember 2016 im Rahmen einer Ausstellung in den Räumen der spanischsprachigen Mission ausgestellt. In diesem Rahmen findet auch die Preisverleihung für den durch Juryentscheid ermittelten Gewinner statt.

Ausführliche Informationen finden sich im Flyer zum Projekt.

KSI – Postkartenset Laudato si‘

Das Katholisch-soziale Institut der Erzdiözese Köln (KSI) hat zusammen mit dem dortigen Referat Dialog und Verkündigung eine Postkartenserie entwickelt, die 50 Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika aufgreift und in einem handlichen Format zugänglich macht.

Die Karten enthalten praktische Hinweisen für den Einsatz im Bildungsbereich. Ob professionell genutzt oder für den privaten Gebrauch, bieten sie zahlreiche Möglichkeiten, drängende globale Fragen unserer Zeit ins Gespräch zu bringen und sich intensiver mit der Botschaft der Enzyklika auseinanderzusetzen. Die Aussagen regen an, über das weltpolitische Geschehen und den Umgang mit ökologischen Herausforderungen zu reflektieren.

Bestellmöglichkeit und weitere Informationen finden sich hier.